Warzenenten

Aufzucht

"Mit der Auzucht legt man auch das Spätere Fundament der Tiere fest. Deswegen ist bei der Aufzucht der Jungtiere absolute Sorgfalt geboten. Was man an Wachstum in der Aufzucht versäumt kann man nie mehr aufholen. Ich füttere nicht mit Mastfutter, zwar bekommen die Kleinen in den ersten zwei Wochen Kükenstarter, aber ich fange bereits in der zweiten Woche an, den Starter mit Gerste und Weizen (gemahlen) zu strecken. Ab der dritten Woche gebe ich ihnen nur noch ein gemisch von Haferflocken, Sonnenblumenkernen, Erbsen, Weizen, Bruchmais, und Gerste, als Zusatz für Calcium gebe ich noch etwas Muschelgrit (Muschelkalk) bei. Wichtig ist Grünfutter, entweder im Auslauf oder es muss den Tieren zugefüttert werden. Dafür verwende ich eine sehr eiweißreiche Saatmischung mit Weidelgras und Kleearten, diese sorgt für Abwechslung im Kükenstall (Beschäftigung, verhindert z.T. Federfressen) und für vitaminreiches Saftfutter. Ab der vierten Woche bekommen die Küken ihren ersten Auslauf im Freien, ab dann lasse ich sie ganztägig im Freien laufen.
Mit dem Einsetzen des Schwingenwachstums (Flügelfedern), muss sparsam gefüttert werden, da es sonst zu Kippflügeln kommen kann. Es gibt Leute die behaupten es könne auch an schlechten Erbmaterial liegen aber dies halte ich für absoluten Quatsch. Man wird keine Warzenentenlinie mit ausreichender Körpergröße und Länge durchgängig mit Mastfutter füttern können ohne dass die Flügel kippen, es seih denn die Linien sind eh zu klein und zu leicht. Dann ist dies sicher möglich, aber solche Tiere kommen so wieso nicht an die vom Standart geforderten 3 bzw. 5 kg. ran.
Nach der ersten Mauser, sind die Tiere bereit um auf die Ausstellung zu fahren, da ist Gefiederpflege an erster Stelle, also täglich frisches Wasser zum baden aufstellen, und den Auslauf so trocken wie möglich halten. Ich trenne wenn es der Platz her gibt, nach der Mauser Erpel und Enten, da sie ab dann anfangen werden zu treten, was zu verschmutzten Gefieder führt.

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